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Kartierung
Daten für Taten Die SON-Brutvogelkartierung
Vögel werden immer wieder als
'Bioindikatoren' bezeichnet. Aus der Häufigkeit und dem Vorkommen von Brutvogelarten können wir Rückschlüsse auf die ökologische Qualität einer Landschaft ziehen. Vergleiche zwischen den aktuellen Beständen und historischen
Daten führen uns den Zustand der Lebensräume vor Augen und können Trends sichtbar machen.
Überregionaler Rahmen – Vorrang für den Artenschutz
Mit der großangelegten SON-Brutvogelkartierung im Meller Raum
unterstützt die Stiftung das bundesweite Erfassungsprogramm "Adebar" zur Erstellung eines Brutvogelatlasses, das vom Dachverband Deutscher Avifaunisten koordiniert wird. Damit es nicht zu Konflikten zwischen
Kartierung und Vogelschutz kommt, nehmen die Ornithologen Rücksicht auf die Störempfindlichkeit der Tiere. Im Zweifelsfall wird im Sinne des Artenschutzes auf einen Brutnachweis verzichtet.
Neugier wecken – Bevölkerung sensibilisieren
Die Brutvogelerfassung erfolgt ehrenamtlich durch erfahrene Feldornithologen. Unter der Leitfrage, ob mehr Menschen oder mehr Vögel im Meller Raum leben, wird die
Öffentlichkeit für die "Vogelvolkszählung" interessiert und über die Resultate auf dem Laufenden gehalten. Das bemerkenswerte Ergebnis: Im Jahr 2009 standen rund 55 000 Vogelrevieren etwa 48 000 Einwohner gegenüber.
Aufschlußreich für den Naturschutz waren überraschende Zuwächse ebenso wie alarmierende Rückgänge einzelnen Arten.
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