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Stauwiesen
Hilfe für Kiebitz und Co. "Stauwiesen" in der Hase-Else-Niederung
Feuchtgebiete bieten vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Für die auf feuchte Gebiete spezialisierten Vogelarten, die so genannten Wasser- und Watvögel, haben sie eine besondere Bedeutung als Brut- und
Rastgebiet. Für Kiebitze und andere Watvögel besitzt die Hase-Else-Niederung bei Melle diese wichtige Funktion. Sie ist für diese Arten ein wichtiger "Trittstein" auf deren Wanderrouten, wo sie während der Rast ihre
Energievorräte für den Weiterflug auffüllen können.
Ein landesweit bedeutsames Rastgebiet
Mehrjährige Untersuchungen der Vogelwelt in der Hase-Else-Niederung haben gezeigt, dass sich dieses Gebiet besonders durch
die hohen und konstanten Rastbestände von Kiebitz (bis zu 2.700 Vögel), Stockente, Graureiher, Gänsesäger und Höckerschwan auszeichnet. Daher wurde diese bedeutsame Niederungslandschaft von der Niedersächsischen Fachbehörde für
Naturschutz als "Rastgebiet von landesweiter Bedeutung" anerkannt.
Wiedervernässung und Umweltbildung
Die Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON) verfolgt mit ihrem Projekt
"Stauwiesen" das Ziel, zusammenhängende Flächen am Stauwiesengraben in der Hase-Else-Niederung für die feuchtgebietstypischen Vogelarten aufzuwerten. Weil sich ohne eine Wiedervernässung der Flächen keine positive
Entwicklung der Wasser- und Watvogelbestände einstellen wird, ist der Grunderwerb von Kernflächen unverzichtbar. Begleitend strebt die Stiftung an, der Öffentlichkeit Informationen zur Bedeutung von Feuchtgebieten zugänglich zu
machen. Der in nächster Nähe zu den "Stauwiesen" verlaufende Else-Werre-Radweg bietet vielfältige Möglichkeiten, Umweltwissen zu diesem Thema zu vermitteln.
Kooperation und Vernetzung
Die SON hat erste
Parzellen im Elsetal bei Melle erworben. Hinzu kommen Kompensationsflächen, die die Stadt Melle, der Landkreis Osnabrück und der Unterhaltungsverband eingebracht haben. Als Ergebnis einer mit diesen Partnern vereinbarten
Kooperation und durch finanzielle Unterstützung der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück stehen nun etwa 10 Hektar für das Projekt zur Verfügung. Der SON ist es gelungen, Akteure mit verschiedenen Interessen
zusammenzubringen, damit Flächen vernetzt werden können, die ökologisch betrachtet zusammengehören.
Lesen Sie mehr über dieses Projekt in einem Fachartikel.
Verfolgen Sie auch die positive Berichterstattung in der Presse.
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